1986

... Trotz der großen Verwirrung auf dem Gebiet der bildenden Künste gehe ich unbeirrt meinen Weg, Menschengestalten zu machen, die des Schöpfers Absicht zum Ausdruck bringen.

1986

... Manchmal wenn man nicht selbst ein eigenes, erlebtes gestaltendes schöpferisches Leben hinter sich hätte, so würde ich auch den Boden der Aufrichtigkeit des Herzens verlieren. Das wäre dann das Ende meines ureigensten Seins.

... Also: Das frauliche Empfinden, das Hineinhorchen in sich selbst und in die Seele des geliebten Menschen war das geistige Fundament dieser Plastik. So gerne wollte ich diesen Resonanzboden sichtbar zum Ausdruck bringen!

1986

... so wollte ich die frauliche Seele in diese Wärmequelle einhüllen, aufblühen lassen, dass wir dem Leben mit dieser inneren Schau noch eine Krone aufsetzen können.

1985

... Natürlich ist es schön, wenn man Anerkennung findet. Alles ist sowieso vergänglich und das Gestalten fordert halt immer wieder auf, das Vergängliche festzuhalten! Es ist wohltuende dieses Bemühen und die Mühe und Plage mit jeder Arbeit, wenn ich nur eines immer ablesen kann in meiner Plastik und dies ist mir die Hauptsache: Die Innigkeit!

1988

... Und es bleibt die Tatsache: Fast alles Gute wird durch Leiden geboren. Aber der Grundakkord des Lebens ist doch die Freude! Um das Wissen zur Geburtsstunde der rein geistigen Tat, also der Kunst, der großen Kunst, die schon lange die Herzen der ganzen Menschheit zum Teil erfüllt hat, sollen wir bescheiden bleiben; keine Euphorie, keine Überheblichkeit, vor allem keine Profanisierung der tiefempfundenen Gefühle, die uns durch die wirklich großen Künstler geschenkt werden.

1988

... und ich? Hören Sie und sehen Sie, ich möchte und muss mitwirken, sichbar machen, was die ganz großen Künstler der Menschheit und uns geschenkt haben. 

1991

... Die wirkliche Mission der Kunst ist es, dass die Herzen der Menschheit niht vertrocknen.

1991

... Nur was unser Gefühl begeistert, hat eine Existenzberechtigung im Leben mit der Kunst.

Heinrich Faltermeier war ein Bildhauer des 20. Jahrhunderts.

Das Schaffen Heinrich Faltermeiers umfasst viele Gebiete der Bildenden Kunst. Er gestaltete weibliche Marmor- und Bronze-Statuen, Kinder- und Tier-Plastiken, Religiöse Darstellungen, Mosaik- und Keramikwände und Brunnen. Nicht zuletzt war er ein Meister des Portraits. Heinrich Faltermeier arbeitete mit allen klassischen Materialien, wie Marmor, Bronze, Holz, Mosaik und Keramik.

Er erwarb sich große Anerkennung weit über den süddeutschen Raum hinaus. In vielen Städten sind seine Werke an öffentlichen Plätzen zu sehen.

Heinrich Faltermeier strebte in seiner Kunst nach der zeitlosen Schönheit und schrieb über sich selbst "Trotz der großen Verwirrung auf dem Gebiet der bildenden Künste gehe ich unbeirrt meinen Weg Menschengestalten zu machen, die des Schöpfers Absicht zum Ausdruck bringen."

S.1 a.HF